Montag, Juli 24, 2017

Turckheim - Staub-Outlet und Spaziergang

Vergangenes Wochenende haben wir endlich mal geschafft, was wir uns schon länger vorgenommen haben - dem Staub Fabrikverkauf in Turckheim im Elsass einen Besuch abzustatten.


Die Firma Staub ist v.a. für ihre Cocotte - emaillierte gusseiserne Töpfe und Bräter bekannt, hat aber auch sonst noch allerlei wunderbares aus emailliertem Gusseisen: Pfannen, Woks, Fonduetöpfe.. wir wollten schon länger eine gusseiserne Pfanne haben (ich habe eine Cocotte und sie ist mein absoluter Lieblingstopf und befindet sich im Dauereinsatz - von der Qualität bin ich also wirklich überzeugt).

Im Fabrikverkauf mit total netter Beratung (sogar auf Deutsch..) gibts normale A-Ware (kostet dann glaub ich auch das Gleiche oder ist minimal günstiger als sonst), aber eben auch deutlich reduzierte B-Ware, Auslaufmodelle und dann gibts noch ein paar Supersonderangebote. Inzwischen gehört Staub zu Zwilling, also gibts auch Produkte von Zwilling sowie von Ballarina und ziemlich genial aussehende (und nicht meiner Preisklasse entsprechende) japanische Messer von Miyabi (dabei waren die toll reduziert.. so von 600 auf 300 Euro..). Wir haben uns ganz gut beherrscht und tatsächlich nur eine schöne Pfanne (B-Ware, der Holzgriff hat eine kleine Macke auf der Unterseite - immerhin auch 40 Euro günstiger) und ein bisschen Keramik, die es gerade im -50% Angebot gab erstanden. Kein Wok (wo stell ich den nur hin? Keine Grillpfanne (braucht man sowas? Ich frage mich noch..). Braver Kochfrosch.

Im Anschluss lohnt sich noch ein Spaziergang durch die schöne Altstadt (Altdorf..) von Turckheim. Typisch elsässisches Fachwerk, Türmchen, eine Stadtmauer und Weinberge drumherum - dabei lang nicht so überlaufen wie die berühmteren Dörfer an der Weinstraße. Uns hats richtig gut gefallen! Wer also irgendwie in der Nähe Freiburg - Basel sein sollte.. evtl. einen kleinen Abstecher einplanen!







Staub Fabrikverkauf
Rue de l'huilerie
68230 Turckheim
Frankreich 03 89 27 77 71

Öffnungszeiten Mo - Sa von 10-12.30 Uhr und 14-18.30 Uhr

Sonntag, Juli 23, 2017

Sammelfreuden: Pfifferlinge!

Oh, ich liebe Pilze sammeln! Für mich gibt es praktisch nichts Entspannenderes als durch den Wald zu streifen, langsam den Boden absuchen. Symbiosen erkennen, Muster entdecken. Aus der Hocke den Waldboden betrachten, neue Perspektiven. Der Geruch von Kiefernnadeln und Moos. Achja.. leider erkenne ich alleine nicht allzuviele Sorten - muss ich für den Pilzwald hier allerdings auch nicht, da wachsen nämlich praktisch nur die Anfängerpilze schlechthin - Pifferlinge.


Warme Tage, dann der ersehnte Regen - immer noch war der Boden recht trocken, die Pilze teilweise sehr klein (oder es waren schon Sammler vor uns da) - trotzdem konnten wir nach etwa zwei Stunden gute 400 g mit nach Hause nehmen.

Die ersten Pfifferlinge im Jahr genießen wir am liebsten recht pur - gute Pasta, getrocknete Tomate (immer ein guter Speckersatz), etwas Creme fraiche, Petersilie, Zwiebelchen, oben drauf ein paar frittierte Salbeiblätter und einen schönen Salat dazu. Oh du gutes Leben.

Pfifferlingpasta



Zu einfach für ein echtes Rezept:

Zwiebel fein würfeln, in Butter und etwas Öl glasig dünsten. Weiche, getrocknete Tomate fein würfeln und etwas mitdünsten. Hitze etwas höher drehen, Pilze dazugeben und kräftig anbraten. Ein paar Löffel Creme fraiche und etwas Sahne unterrühren, salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft abschmecken. Petersilie fein hacken und unterrühren.
Gleichzeitig schonmal die Pasta kochen. Nach Belieben ein paar Salbeiblättchen in Öl frittieren, abtropfen lassen und über die Pastasauce geben (wir hatten grad einen abgeknickten Zweig Salbei, der verwertet werden wollte - passt sicher auch gut statt Petersilie..). Genießen!



Montag, Juli 03, 2017

Mädelsgrillen

inmal wollten wir in unseren Mädels-Urlaubstagen unbedingt am Steintisch im Garten grillen - zu zweit eine kleine Herausforderung, weil man sich so beschränken muss und die mögliche Essmenge einfach begrenzt ist. Aber weils so schön und perfekt war, hier einfach mal die lose Aufzählung, mit was wir uns den Abend nach der schönen und anstrengenden Gratwanderung belohnt haben.


Wir haben uns auf sehr schnelle Dinge beschränkt - nach der Wanderung hatten wir keinerlei Lust, lange in der Küche zu stehen. Es gab mit viel Rosmarin und Knoblauch marinierten Lammrücken (am Vortag mit Knoblauch, Rosmarin und Olivenöl umhüllt, wartete dann geduldig im Kühlschrank, nachdem der Vortag sich als Regentag entpuppte), den Tomate-Mozarella-Basilikum-Klassiker, Kartoffelpäckchen und Halloumi-Zucchini-Mango-Spieße, die Anna beigesteuert hat.


Dazu Zucchini in dünne Scheiben schneiden und um Halloumiwürfel wickeln. Abwechselnd mit Mangostücken auf Spieße stecken und mit einer Marinade aus geröstetem Sesamöl, etwas Honig und Thymian bepinseln, salzen und pfeffern. Gegrillt haben wir vorsichtshalber auf Alufolie, nicht, dass was abhaut oder zu viel Öl in die Kohle tropft. Eine wunderbare Kombi aus süß-quietischig-nussig!


Die Kartoffelpäckchen waren auch denkbar einfach - kleine Kartöffelchen vierteln, mit Olivenöl, Rosmarinnadeln und etwas Salz portionsweise in Alupäckchen packen und etwa 10 Minuten grillen, lieber einmal öfter aufmachen und gucken, ob sie schon durch sind, irgendwann verkohlen die recht fix. Danach mit Fleur de Sel bestreuen, genießen.


Und dann war da ja noch das Fleisch..

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Ein ziemlich perfekter Grillabend!

Sonntag, Juli 02, 2017

Wandern im Tessin: Vom Monte Tamaro auf den Monte Lema

Als zweite größere Wanderung hatten wir uns einen echten Klassiker ausgesucht: die Gratwanderung vom Monte Tamaro auf den Monte Lema (hier kann man sich sogar ein kurzes Video dazu angucken). An der Talstation des Tamaro noch ein banger Blick gen Himmel - grau und bewölkt sah es auch, einige Wettervorhersagen sprachen auch von Regen und/oder Gewitter. Drum kauften wir erstmal nur das einfache Ticket auf den Tamaro - die freundliche Dame erzählte uns, dass wir auch in Lema noch problemlos Abfahrticket und Bus zurück buchen könnten, der Preis sei der Gleiche wie für das Kombiticket.

Oben angekommen erste Freude: Wir sind schon über den Wolken und genießen die Aussicht auf Wolkenmeer und Gipfel. Diese Aussicht versüßt uns auch den wegetechnisch etwas langweiligen (Schotterweg) Aufstieg bis zur Capanna Tamaro. Bis hierher alles auch gut mit Turnschuhen machbar, danach würde ich zu Wanderschuhen raten.

Startpunkt ist die Alpe Foppa, Bergstation der Tamaro-Seilbahn. Hier zu besichtigen: die moderne Kirche Santa Maria degli Angeli von Mario Botta.



Inzwischen ist auch die Sonne rausgekommen - Terasse der Capanna Tamaro. Sie sieht so schön und einladend aus - nur sind wir immer viel zu früh für eine Einkehr hier..



Hier sieht man schön, wie sich der Weg, der ab hier in einen Pfad übergeht weiter Richtung Tamaro (der zweite Berg in der Mitte ists) windet.


Auch hier säumen blühende Alpenrosen den Weg.


Das letzte Stück ist steil, dann ist der Gipfel erobert - Monte Tamaro, 1960 Meter hoch. Kurz haben wir den Gipfel ganz für uns alleine, anfangs auch noch mit atemberaubender Aussicht auf Berge und Seen. Dann schiebt sich die Wolkenwand direkt auf uns zu.. und wird uns den Rest der Wanderung auch weiterhin begleiten. Hier oben waren wir vor drei Jahren schon einmal, wir gucken in den Himmel und beschließen - diesmal gehen wir den Grat!


Ab hier gehts immer hoch und runter, mal gehen wir knapp über der Wolke, mal in der Wolke, mal kriecht sie vor unseren Augen über den Grat. Nur kurz reißt die Decke auf und gibt Ausblicke frei - die ganz grandiose Aussicht können wir heute leider nur erahnen. Trotzdem - und gerade deshalb aber auch eine sehr faszinierende Stimmung. Und der Weg ist heute alles andere als überlaufen. Immer wieder begegnen einem kleine Gruppen, aber man ist fast immer allein unterwegs.

Wir nehmen auch noch den Monte Gradicchioli (1936 m) mit, danach gibts bis zum Monte Lema keine größeren Anstiege mehr. Man kommt an der Wanderung übrigens an zwei Selbstbedienungsstationen vorbei - in einem kleinen Häuschen kann man sich mit gekochten Eiern, gekühlten Getränken und Ziegenkäse der nahen Alpe eindecken (zwischen Bassa di Indemini und Mt. Gradicchioli müsste die gewesen sein) , die andere Station steht am Passo Agario - eine richtig schöne Hütte mit Bänken vor der Türe - sehr einladend, würden wir nicht gerade mitten in der Nebelwand stehen.

Auf dem Bergrücken des Monte Gradicchioli



Und immer weiter über den Grat..


Nochmal ein kurzer Anstieg, dann ist die Bergstation des Monte Lema mit Einkehrmöglichkeit erreicht. Wir packen erstmal den zweiten Teil unsere Vesper aus dem Rucksack und futtern. So richtig hübsch ist es nicht und wir wollen natürlich auch noch auf den echten Gipfel des Monte Lema - also nochmal ein paar Höhenmeter hinauf, dann steht man am ziemlich überdimensionierten Kreuz auf dem Gipfel auf 1620 Metern Höhe. Und tatsächlich - es reißt auf und wir gucken auf den Luganer See herab. Panoramatafeln zeigen uns, wie es sonst hier aussieht..
Dann sehen wir zu, dass wir in die Seilbahn kommen - es befindet sich noch eine ganze Gruppe Modellflugzeuflieger auf dem Berg, die wollen bestimmt auch noch ins Tal.

Die Seilbahn mit 3 Kabinen fährt alle 30 Minuten ins Tal - letzte Fahrt (Dauer ca. 10 Minuten) ist um 17.30. Wir nehmen die um 16.30 Uhr und genießen in Miglieglia noch einen Kaffee, bevor uns der Shuttle-Bus um 17.15 wieder zurück nach Rivera zur Talstation des Monte Tamaro bringt. Eine tolle Wanderung, die ich gerne - dann vielleicht mit mehr Ausblick - auch ein zweites Mal gehen würde.

Wir haben für die knapp 13 km, ca. 1060 Höhenmeter ungefähr 5,5 Stunden benötigt, incl. Pausen. 
GPS-Daten usw. gibts auch bei outdoor active - hier wird die Tour allerdings andersherum, vom Monte Lema auf den Tamaro begangen.

Donnerstag, Juni 29, 2017

Wandern im Tessin: Von Rasa auf den Pizzo Leone

Fast zwei Wochen ist es jetzt schon wieder her, dass ich ein paar Wandertage mit einer lieben Freundin im Tessin verbringen konnte. Die Männer mussten leider arbeiten (und sind vielleicht nicht ganz so berglustig wie wir), also haben wir uns alleine auf den Weg gemacht.

Zwei Wanderungen möchte ich auch hier auf dem Blog vorstellen - vielleicht ists ja eine Anregung für den ein oder anderen? Die erste führt ins Centovalli - Startpunkt ist das Bergdorf Rasa, das nur zu Fuß oder per Seilbahn erreicht werden kann. Von dort wollen wir auf den Pizzo Leone. Die Fahrt mit der kleinen Self-Service-Seilbahn (Automat unten, einsteigen, beim zweiten Piep gehts los, geknipst wird oben) ab Verdasio macht jedenfalls schon mal Lust und Laune.


Kurz gehts durch schöne Dörfchen Rasa, in dem man sich auch noch länger aufhalten könnte, wir haben vorher schon etwas getrödelt und sollten so langsam los - immerhin wollen wir auch abends gerne wieder mit der Seilbahn ins Tal fahren (letzte Fahrt um 18 Uhr) und nicht laufen.


Abwechslungsreich führt der Pfad über Wiesen und den Weiler Monti - ab den zerfallenen Häusern von Termine gehts im Wald dahin. Wir sind dankbar, die Sonne scheint und es ist ziemlich warm, da ist Schatten nicht gerade ungelegen.



Der Pfad fällt teilweise in einigen Kehren recht steil auf der einen Seite ab, wir haben damit keine Probleme. Die erste größere Steigung gibts am Ende des Waldes, bald darauf sieht man zum ersten Mal den See - an unserem Wandertag wars leider ziemlich diesig, allzuviel sieht man nicht. Weiter über eine Weide mit Hochlandrindern (denen ist heut sicher auch schön warm), die sich im Schatten von Bäumen drängen. Dann immer weiter über die Alpe die Naccio und ein Meer an blühenden Alpenrosen - so toll, ich hab sie noch nie zur Blütezeit erwischt.


Das erste Gipfelkreuz steht bei Pkt. 1499m, auch wenn hier eigentlich kein Gipfel ist. Tolle Aussicht gibts allerdings. Ab jetzt immer aufwärts, das letzte Stück zum Gipfel gehts über Steinplatten, die Sonne knallt, aber nach gut 40 Minuten sind wir oben - Pizzo Leone, 1659 m. Von hier genießen wir das herrliche Bergpanorama und beobachten große Schmetterlinge. Außer uns ist niemand hier - überhaupt, wir begegnen auf der ganzen Wanderung etwa 4 anderen Grüppchen, sehr angenehm..



Der Abstieg ist dann ziemlich steil, wir sind froh um unsere Wanderstöcke und noch froher, als wir irgendwann wieder an der Kreuzung Termine stehen. Ab hier gehts auf bekanntem Weg zurück in Richtung Rasa.

Wer lieber steiler auf- als absteigt, der sollte die Tour evtl. ab Termine umdrehen, also den steileren Aufstieg wählen und dann etwas bequemer über die Alpe di Naccio absteigen, die Aussicht wäre schöner (Blick Richtung See) und der Großteil des Aufstiegs im Schatten.

Eine Erfrischung am Brunnen in Rasa - für einen Grottobesuch langts leider nicht mehr. Der nette Mann von der Seilbahn erkennt uns wieder und fragt wies war - eine richtig schöne Wanderung. Fürs nächste Mal empfiehlt er uns den Gridone (2189m) - da müssen wir dann aber früher aufstehen ;).


Die Tour ist auf outdooractive beschrieben, ist ca. 12 km lang. 954 m hoch und wieder runter - beschriebene Gehzeit 4.45 Std. Wir haben gute 4,5 Std incl. Foto-, Trink- und Gipfelpause gebraucht.

Mittwoch, Juni 28, 2017

Fladenbrot (Pide) nach Brotdoc

Wer mir auf Instagram folgt hats schon gesehen: letzte Woche habe ich zum wöchentlichen Schmaus- und Spieleabend Fladenbrot gebacken. Und weil es sehr viele Rufe nach dem Rezept gab und ich geschmacklich von dem Brot absolut überzeugt war, möchte ich es hier nicht vorenthalten - auch wenn es schnöde nachgebacken ist. Aber manchmal brauchts ja eine kleine Erinnerung - und ich möchte sichergehen, dass ich es auf alle Fälle wieder finde!


Mir fiel glaube ich Montag abend ein, was ich am Mittwoch denn zum Essen machen möchte. Und dass ich gerne Fladenbrot dazu backen würde. Ich habe schon früher Fladenbrot gebacken - 1 Stunde Gehzeit, 1 Würfel Hefe. Naja. Inzwischen weiß ich: Kann man schon machen, geht aber schon auch deutlich besser. Also bei Mama gesucht (nix gefunden), bei Lutz gesucht (zu lange Vorlaufzeit), beim Brotdoc gesucht - Volltreffer. Bei diesem Rezept hat man natürlich durch den geringen Hefeeinsatz auch eine gewisse Vorlaufzeit (12 Stunden für den Vorteig, ca. 1 gute Std. Arbeits- und Wartezeit Hauptteig, 12-24 Stunden Reifezeit) - aber 1 Tag im Vorraus reicht.

Hauptteig nach ca. 16 Stunden Kühlschrank.


Also habe ich am Vortag morgens vor der Arbeit schnell die Zutaten für den Vorteig verrührt, abends mit den restlichen Zutaten vom Hauptteig vermischt und die Maschine rühren lassen. Genauere Anmerkungen s. Rezept. Dann hat man ein Fenster von 12-24 Stunden, die der Teig im Kühlschrank verbringt und ordentlich Geschmack produziert - so konnte ich am Mittwoch am späten Nachmittag ganz entspannt (hahaha.. es hatte 36°C, da heizt man gern mal den Ofen auf 280°C ein) Fladenbrot backen.
Mein Teig war wie man oben sieht noch etwas klebriger als beim Brotdoc im Video - ließ sich auf der gut bemehlten Arbeitsfläche aber gut handeln und zu Paketen formen/weiterverarbeiten.
Beim Brotdoc gibts zum Formen auch ein prima Video dazu:

Fertig für den Ofen.


Wie schon in vielen Kommentaren zum ursprünglichen Rezept hatte auch ich in meinen Broten mehr oder weniger große Blasen - das liegt am Teig, klar - allzugroße Blasen lassen sich angeblich vermeiden, in dem man das Fladenbrot vor dem Backen wirklich gut punktuell zusammendrückt - hab ich gemacht, ich hatte trotzdem Blasen. Aber irgendwie gehören die ja auch dazu.
Geschmacklich war es wirklich hervorragend, knusprige Kruste, innen weich, aromatisch, tolle Struktur, ich war/bin begeistert. Kein Vergleich zu dem sehr feinporigen Hefebrummer von vor 8 Jahren..

Zeitfahrplan: Vorteig verrühren - 12 Stunden - Hauptteig zubereiten, incl. Wartezeiten ca. 1 Std 15 - 12-14 Std. Ruhen im Kühlschrank - ca. 1 Std. Ofen vorheizen, 1 Std formen/ruhen/backen (je nachdem, wieviele Brote man macht)

Fladenbrot nach Brotdoc


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Fladenbrot nach Brotdoc (Pide)
Kategorien: Fladenbrot
Menge: 3 Große Fladenbrote

Zutaten

Vorteig:
300GrammWeizenmehl 550
300GrammWasser
0,3GrammHefe
Hauptteig:
480GrammWasser (+130 g Wasser, s.u.)
Gesamter Vorteig
900GrammWeizenmehl 550 (K: Weizenmehl Tipo 00)
24GrammSalz
9GrammHefe

Quelle

https://brotdoc.com/2015/05/07/pita/
Erfasst *RK* 28.06.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für den Vorteig alle Zutaten verrühren und 12 Stunden reifen lassen. (K: Vortag morgens)

Alle Zutaten außer Salz und Hefe in den Kneter geben. Die extra 130 g Wasser zurückhalten. Den Teig 2 Minuten langsam ankneten und sodann 30 Minuten ruhen lassen. Salz und Hefe zugeben und 3 Minuten langsam unterkneten, den Kneter weiter laufen lassen. Dann beginnen, schluckweise das zusätzliche Wasser einzukneten, bis es vom Teig aufgenommen wurde. Bei kleberschwächeren Mehlen kann es sein, daß vielleicht nur 80-100 ml eingeknetet werden können. Zum Schluß 2-3 Minuten auf zweite Knetstufe stellen, bis sich der Teig komplett von der Schüssel löst. (K: Vortag abends. Ich konnte komplette 130 ml Wasser einarbeiten, der Teig löste sich (v.a. am Boden) nicht komplett von der Schüssel, allerdings an den Rändern. Teig sehr geschmeidig, feucht).
In eine Teigwanne (K: mit Olivenöl geölte Schüssel) geben und 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Ein mal strecken und falten und die Teigwanne sodann verschlossen für 12-24 Stunden im Kühlschrank bei 5°C lagern.

Die Zubereitung ist dann denkbar einfach. Den Ofen mit Backstein gut und gründlich auf 280°C vorheizen. Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Teig darauf auskippen und vorsichtig die gröbsten Gärblasen herausdrücken. In 3 gleiche Teile teilen (ich mache das nach Augenmaß) und jedes der Teile grob rundwirken. Die Teiglinge abdecken. Nach 15 Minuten kann der erste Teigling geformt werden: Mit beiden Händen wird er am Rand gefaßt und von allen Seiten auseinandergedehnt, möglichst so, daß er sich gleichmäßig dick ausdehnt und nicht sehr dünne und sehr dicke Stellen bekommt. (K: mit dem Nudelholz etwas nachgeholfen)

Hat er die gewünschte Größe erlangt, wird der Teigling auf einen Einschießer mit Backpapier gelegt (K: Einschießer mit Hartweizengrieß bestreut, kein Backpapier verwendet). Mit den Fingerspitzen beider Händen tiefe Eindrücke/ Löcher in die Oberfläche drücken, gut mit Wasser besprühen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen. Dann sofort auf den heißen Backstein einschießen und gut schwaden. Die Brote bei konstant 280° in 14-18 Minuten ausbacken, so bekommen sie eine dünne und dennoch kräftig gefärbte aromatische Kruste und bleiben innen weich und saftig. Nach derselben Art nacheinander die anderen beiden Brote abbacken.

K: Hälfte der Teigmenge gemacht - langte genau für 2 Fladenbrote, die noch auf den Brotschieber passen. Gut Löcher eindrücken - das soll die Teigschichten oben und unten miteinander verbinden und verhindern, dass es Riesenblasen gibt. Gabs trotzdem, war aber nicht weiter schlimm. Gut schwaden bringt schönere Farbe und eine schönere Kruste. Geschmacklich hervorragendes Fladenbrot! Schmeckt frisch am besten - ansonsten bald in eine Plastiktüte stecken und bei Bedarf aufbacken oder auftoasten.
=====

Und was gabs dazu?
- Auberginensalat mit Kichererbsen
- Möhrenhummus
- und einen großen Teller rohes Knabberzeug zum Dippen


Mittwoch, Juni 21, 2017

Kuro Goma Purin - Japanischer schwarzer Sesampudding

Bei unserem Osterbrunch im Ula Berlin hatte uns ein Dessert ganz besonders angetan - eine luftige graue Creme aus - wir vermuteten (richtig) Sesam. Ein bisschen Googelei ergab: das muss wohl Kuro Goma Purin gewesen sein, ein in Japan beliebter Pudding, der mit schwarzer Sesampaste zubereitet wird. Schwarze Sesampaste ist hier schwer aufzutreiben, schwarzer Sesam fand sich im Asialaden dagegen problemlos.

Nach noch etwas mehr Internetrecherche stieß ich auf das Rezept von La Fuji Mama, außerdem auf die Variante mit Agar-Agar von story of a kitchen (was mir schon mal mehr behagte als mit Gelatine). An letzteres habe ich mich dann auch gehalten und war erstaunt, wie gut das funktioniert hat (ich habe mit Agar-Agar nämlich auch schon Panna Cotta mit Flummikonsistenz fabriziert.. ).


Den Sesam habe ich zuerst geröstet (vorsichtig, durch die Farbe sieht man kaum, wann er fertig ist - ich habe mich am Geruch orientiert. Wenn er zu viel röstet, wirds bitter!) und anschließend mit etwas Zucker im Zauberstabhäcksler zu einem feinen Grieß zerkleinert. Auch hier nicht zu lange häckseln, wird sonst ebenfalls bitter.

Anschließend habe ich Milch (Reismilch kann ich mir hier als Alternative auch gut vorstellen) mit Zucker und dem Sesam erhitzt, angerührte und erwärmte Agar-Agar-Milch hinzugegeben und gekocht. Dann abkühlen lassen, geduldig sein (ich dachte schon da tut sich gar nichts, aber Agar-Agar wird halt wirklich erst im ziemlich kühlen Zustand fest!) und wenn die Creme so langsam fest wird noch geschlagene Sahne unterziehen. Anschließend empfahlen die Rezepte, die Creme noch etwa 5 Minuten zu schlagen (ich habe also noch munter etwas mit dem Schneebesen herumgeschlagen, vermutlich keine 5 Minuten. Geduld ist nicht so meine Stärke) - macht die Creme luftiger und genau das war mein Ziel. Dann abfüllen und gespannt sein.

Am nächsten Tag dann der Test - die Konsistenz ist perfekt geworden, eine ganz flaumig-fluffig-luftige Creme mit schönem, nussigen Aroma mit einer vielleicht gewöhnungsbedingten Farbe ;). Für mich könnte man den Zuckerghalt evtl. noch etwas reduzieren, alle anderen fanden die Creme genau richtig. Ich habe dazu etwas Mango-Erdbeer-Salat gereicht, am nächsten (Foto-Tag) fand sich noch ein Rest Obstsalat vom Frühstück. Pur schmeckts aber auch...

Wer noch nach einem Hingucker auf einem Buffet sucht - hier ist euer Rezept. Lässt sich super 1-2 Tage im Vorraus zubereiten, so lange dann einfach im Kühlschrank lassen. Auch für Sommerpartys gut geeignet, da eifrei. Mit vollfetter Kokosmilch evtl. auch veganisierbar (wenn ich auch etwas Angst hätte, dass die Kokosmilch das feine Sesamaroma verdrängt, aber einen Versuch wärs wert!)

Kuro Goma Purin - Japanischer schwarzer Sesampudding



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Schwarzer Sesampudding - Kuro Goma Purin
Kategorien: Dessert, Japan
Menge: 8 Portionen

Zutaten

1 1/2Teel.Agar-Agar (für einen festeren Pudding zum
-- Stürzen 2 TL) (K:1,5 TL)
1/3TasseSchwarze Sesamsamen
1Essl.Kristallzucker
625mlMilch (davon ca. 60 ml um das Agar-Agar
-- einzuweichen)
115GrammZucker
250mlSahne
H ZUM GARNIEREN
Geröstete Sesamsamen
EtwasObst - Mango und Erdbeere passt z.B. gut!

Quelle

story of a kitchen (from http://www.lafujimama.com/2012/
03/black-sesame-pudding/)
Erfasst *RK* 07.06.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Etwas aufpassen - durch die Farbe sieht man nicht besonders gut, wie stark der Sesam schon geröstet ist, ich orientiere mich am Geruch. Zu starkes Rösten macht den Sesam bitter, also eher etwas vorsichtig angehen.
Den Sesam zusammen mit 1 EL Zucker in einem Häcksler/Gewürzmühle (ich nehme das Häckselteil vom Zauberstab) zu einem feinen Pulver zermahlen. Das wird keine Paste, also dann ruhig aufhören, sonst könnte es wohl auch bitter werden.

60 ml Milch mit dem Agar-Agar klümpchenfrei mit dem Schneebesen anrühren.
Die restliche Milch mit der Sesam-Zuckermischung und dem restlichen Zucker bei erhitzen. Die Agar-Agar-Milch erwärmen, angeblich etwa 5 Minuten kochen - das ging bei mir nicht, das wird sehr schnell eine dicke Masse, ich hab sie dann gleich in die warme Milch eingerührt und bis zum Kochen erhitzt, etwa 5 Minuten kochen lassen, dabei lösen sich auch die Klümpchen wieder auf. Die Milchmischung abkühlen lassen.

Sahne Schlagen.

Die Sahne erst in die Creme ziehen, wenn sie wirklich abkühlt und zu Gelieren beginnt (Geduld! Agar-Agar geliert wirklich erst, wenn es ziemlich kalt ist). Anschließend nochmal 5 Minuten lang mit dem Schneebesen schlagen (so lang hab ich wohl nicht durchgehalten), das macht die Creme noch lockerer. Bei mir war die Mischung jetzt immer noch gut schüttfähig. In vorbereitete Förmchen/Gläser füllen und im Kühlschrank mind. 4 Stunden kalt stellen (K: am Vorabend vorbereitet, war kein Problem).

Zum Servieren mit gerösteten Sesamsamen bestreuen, dazu evtl. etwas Obstsalat reichen.

K: Hat super funktioniert, die Konsistenz war perfekt - luftig, cremig. Nur Geduld muss man mitbringen, es dauert, bis das Agar-Agar geliert. Sahne kurz vorher eingerührt, rührt man die in die zu heiße Mischung verschwindet die Luft sofort wieder. Zuckermenge kann evtl. noch etwas reduziert werden, die Gäste fandens aber genau richtig. Kann sehr gut vorbereitet werden - letzte Reste schmeckten auch zwei Tage nach Zubereitung hervorragend!
Möchte man den Pudding stürzen, müsste man wohl eher 2 TL Agar-Agar verwenden, ich wollte aber unbedingt diese luftige Konsistenz haben und löffle lieber.
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Montag, Juni 19, 2017

Ma Po Eggplant - Aubergine mit Hackfleisch-Knoblauchsauce auf Szechuanart

Schon auf Instagram hat das Bild von Foodfreaks Ma Po Eggplant meine Aufmerksamkeit und ein "will ich auch essen" Gefühl ausgelöst. Ich liebe Auberginen in allen Formen und eine Szechuan-scharfe-würzige Hackfleischsauce dazu konnte ich mir sehr gut vorstellen. Wie schön, dass wir bald darauf Besuch von experimentierfreudigen Freunden bekamen - und noch schöner, dass meine Chefin mir aus dem Asialaden in Freiburg noch die benötigte Pixian-Paste, eine scharf-würzige Paste aus fermentierten Bohnen und Chilis mitbringen konnte.


Das Gericht nach einer Idee von Andrew Zimmermann eignet sich hervorragend als Gästeessen, das Hackfleisch wird ein paar Stunden vorher mariniert, die Auberginen dann gerademal noch in Spalten geschnitten, mit Öl bepinselt und im Ofen gegrillt. Die würzige Hackfleischsauce ist fix zubereitet, da kann eigentlich nix schief gehen. Ich habe mich beim Rezept an Petras Änderungen gehalten (Sherry statt Sake, kein Zucker, weniger Stärke, mehr Würzpaste - war trotzdem nur sehr angenehm, leicht scharf) und weil wir es so, so gut fanden, gibts jetzt auch hier das Rezept (eins der seltenen mit Fleisch..).


Ma Po Eggplant



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Ma Po Egglant - Aubergine mit Schweinehack auf Szechuan-Art
Kategorien: Asien, China, Aubergine, Fleisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H HACKFLEISCH
500GrammSchweinehack (K: gemischtes Hackfleisch)
2Essl.Reisessig
1Essl.Sambal oelek
1Essl.Maisstärke; oder andere Speisestärke (1 TL
-- reicht m.E. auch)
1Essl.Sojasauce
H AUBERGINEN
1,2-1 1/2kgAuberginen, möglichst schlanke (K: gute 1,5 kg)
Erdnussöl
Salz
H SAUCE
150mlHühnerbrühe (K: Gemüsebrühe)
60mlTrockener Sake; bei mir: trockener Sherry (K:
-- Sherry)
1Essl.Geröstetes Sesamöl
3Essl.Sojasauce
1Essl.Sichuan Chili Bean Paste
Erdnussöl
3Lauchzwiebeln, fein gehackt
4Knoblauchzehen, fein gehackt
4cmFrischer Ingwer, geschält, fein gehackt
H SOWIE
Lauchzwiebelgrün, zum Bestreuen, in feinen Ringen
Gedämpfter weißer Reis, zum Servieren

Quelle

nach einem Reezpt von Andrew Zimmermann via foodfreak.de
Erfasst *RK* 07.06.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

In einer kleinen Schale den Reisessig mit Sambal Oelek, Speisestärke und Sojasauce glattrühren. Gründlich mit dem Hack vermischen, und für mindestens 2 und bis zu 8 Stunden in den Kühlschrank stellen. (K: eher 8 Std.)

Den Backofengrill vorheizen. Die Auberginen in 10-12 cm lange Stücke zerteilen und diese, je nach Dicke, längs halbieren oder vierteln (K: Meine Auberginen waren relativ dick, tw. geachtelt). Die Auberginen mit dem Erdnussöl einpinseln und salzen. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Blech legen. Etwa 15 Minuten grillen, dabei einmal wenden, bzw. bis die Auberginen eine schöne Bräunung bekommen und weich werden.
Für die Sauce Brühe, Sake, Sesamöl, Chili Bean Paste und Sojasauce verrühren. Im Wok oder einer großen Pfanne etwas Erdnussöl erhitzen. Gehackte Lauchzwiebel, Ingwer und Knoblauch darin kurz anbraten. Nun das Hackfleisch zugeben und alles 3-5 Minuten rührbraten, bis es gar ist / nicht mehr rosa ist. Die Sauce zugießen, durchrühren, zum Kochen bringen, und auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis alles etwas eingedickt ist (das geht naturgemäß mit mehr Stärke etwas schneller).

Die Auberginen auf eine Servierplatte legen, mit der Sauce übergießen, und mit Lauchzwiebelgrün bestreuen. Mit gekochtem Reis servieren.

K: Genauso wie Petra gemacht - hervorragend! Gut vorzubereiten, bzw. wenig aufwändig - auch für Gäste super. Die Auberginen im Ofen werden schön geröstet, die Hacksauce ist sehr aromatisch. Ein Keeper!
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Donnerstag, Juni 08, 2017

Sommer! Das heißt: Abendessen auf dem Balkon, gerne schnell und leicht gemacht. Gerne Ofenkartoffeln. Diesmal mit einer Würzmischung aus Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Pimentón de la Vera. Und viel Sesam nach einem Rezept von Nicky aus ihrem ersten Buch delicious days. Mit den Rezepten bin ich immer gut gefahren - so auch hier. Einfache, gute Sommerküche.


Dazu gabs bei uns kein Tzatziki, sondern eine Art Hüttensalat aus Tomate, Gurke, Feta, Oliven und Kräutern, dazu ein bisschen gewürzter griechischer Joghurt. Kann ich oft im Sommer essen. Sehr oft...

Handes Sesamkartoffeln


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Handes Sesamkartoffeln mit Tzatziki
Kategorien: Vegetarisch, Sommer, Kartoffeln
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H TZATZIKI
1groß.Salatgurke
Salz
2-3Knoblauchzehen
500GrammGriechischer Joghurt
2Essl.Olivenöl
Pfeffer
H KARTOFFELN
1Teel.Kreuzkümmelsamen
1Teel.Koriandersamen
1/2Teel.Kurkuma, gemahlen
1/4Teel.Cayennepfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben
1kgKleine festkochende Kartoffeln
Olivenöl zum Ein- und Bepinseln
5Essl.Sesamsamen
Grobes Meersalz
Pimenton de la Vera, mittelscharf

Quelle

Nicole Stich - Delicious Days
Erfasst *RK* 08.06.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für das Tzatziki Gurke waschen, längs halbieren und Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen. Gurke raspeln. Die Grukenrapsel in ein Sieb geben, gut salzen und mindetens 5 Minuten ziehen lassen. Den Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit dem Joghurt in eine Schüssel geben. Die Gurkenraspel gut ausdrücken und unter den Joghurt rühren. Mit Olivenöl, ggf. weiterem Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank durchziehen lassen, bis die Kartoffeln fertig sind.

Für die Sesamkartoffeln Ofen auf 200°C vorheizen. Kreuzkümmel und Koriander (K: noch eben geröstet) mit Kurkuma, Cayennepfeffer und 1 ordentlichen Prise Muskat im Mörser fein mahlen. Die Kartoffeln waschen und längs halbieren. Sie werden schneller und gleichmäßiger gar, wenn man sie noch am Rücken mehrfach einschneidet (dabei aber nicht ganz durchschneiden - dafür Kartoffel z.B. zwischen zwei Holzstäbchen legen und einschneiden, so sollte nichts schief gehen).
Ein Backblech mit Olivenöl einpinseln und mit Sesam bestreuen. Die Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten daraufsetzen und mit Olivenöl einpinseln. Dann mit Meersalz, Paprikapulver und der Gewürzmischung bestreuen. Das Blech auf der mittleren Schiene bei Umluft (180°C) in etwa 30-40 Minuten backen, bis die Kartoffeln goldbraun und knusprig sind, dabei einmal wenden.

K: Statt Tzatziki gabs einen schnellen Joghurt-Minz-Dip dazu und eine Art Hüttensalat mit Gurke, Olive, Tomate, Feta. Feines Sommerabendessen für den Balkon.
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Montag, Mai 29, 2017

Saudade de Portugal: Pastéis de Nata

Oh, wer schonmal in Portugal war, der kennt sie: die höchst-traditionellen, höchst-süßen kleinen Puddingtörtchen, die es dort in fast jeder Bäckerei gibt (in unterschiedlichen Qualitäten - eine Verkostung in Lissabon von vor fünf Jahren findet sich zum Beispiel hier): Pastéis de Nata. Auch wenn die Übersetzung "Sahne-Pastetchen" lautet, sind sich die meisten Rezepte doch einig - Sahne ist keine in der Creme, sie besteht vor allem aus Milch und Eigelb (und Zucker..). Besonders Herr Kochfrosch ist sehr großer Fan des Backwerks und irgendwie kamen wir letzens wieder drauf. Also beschlossene Sache: derr Herr im Haus backt Pastéis.

Als Vorarbeit gucken wir uns mehrere Youtube-Videos an - vergleichen Methoden und Rezepte und haben uns letztendlich an das Video von La Dolce Rita gehalten, der Ton und Schnitt sind zwar ein bisschen gruselig und Rita hört überhaupt nie auf zu reden, aber was solls, das Rezept sieht gut und logisch aus, das wird probiert (und für die nicht Portugiesisch sprechenden: unten kommt meine Übersetzung):

Für die Creme wird erst ein Zuckersirup zubereitet, anschließend wird Milch mit Zimt und Zitronenschale (manchmal auch noch etwas Vanilleextrakt) aromatisiert, ein Teil der Milch wird kalt mit etwas Mehl verrührt und diese Mehl-Milchmischung bindet dann die restliche Milch. Nun noch den Zuckersirup ganz langsam und unterrühren (immer schön rühren..), zum Schluss die Eigelbe.

Der Blätterteig (die besten Ergebnisse würde selbstgemachter liefern, dazur war keine Zeit und der Dorfladen lieferte leider auch nur die nicht-Butter-Variante..) wird von der langen Seite her eng aufgerollt und dann in Schnecken geschnitten.
Diese Schnecken werden aufrecht in die eigens aus Portugal importierten Pastel de Nata - Förmchen gestellt (notfalls gehen auch Muffinförmchen, die Pastelformen sind aber deutlich dünner und leiten so die Hitze besser).


Mit den Daumen die Förmchen mit Blätterteig auskleiden - möglichst am Boden etwas dünner als am Rand, oben einen kleinen Wulst formen.


Zu 3/4 mit Creme befüllen (hier sind sie etwas arg voll, das gibt dann keinen so schön knusprigen Blätterteigrand) Wir hatten etwas viel Creme - oder zu wenig Förmchen..


Anschließend werden die Törtchen im kräftig vorgeheizten Backofen möglichs heiß (unser Backofen schafft ca. 260°C) gebacken, bis der Blätterteig knusprig und die Creme weich ist - dazu zeigen sich im besten Fall schwarze Stellen an der Oberfläche.

Leicht auskühlen lassen und laufwarm mit Puderzucker und Zimtpulver bestreut genießen. Ein paar Erdbeeren machen sich auch hervorragend dazu. Und dann: von Portugal träumen...


Pastéis de Nata



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pastéis de Nata - Portugiesische Puddingtörtchen
Kategorien: Portugal, Dessert, Gebäck
Menge: 12 bis 14 Portionen

Zutaten

250mlVollmilch
150GrammZucker
75mlWasser
30GrammMehl Type 405
4Eigelb
1-2Zimtstangen
3-4StückeZitronenschale (ohne das Weiße)
300GrammBlätterteig (wenn möglich selbstgemacht, sonst
-- Butterblätterteig); ca.
H ZUM SERVIEREN
Puderzucker
Zimtpulver

Quelle

Youtube-Video: La Dolce Rita: https://www.youtube.com/
watch?v=LpELRsSJN6M
Erfasst *RK* 29.05.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Zuerst einen Zuckersirup zubereiten: Den Zucker und das Wasser in einem Topf verrühren und aufkochen, während des Aufkochens nicht mehr rühren, damit sich keine Kristalle am Löffel bilden. 3 Minuten kochen lassen, es soll sprudeln. Den Sirup vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Für die Creme:
Das Mehl in etwas kalter Milch gut mit einem Schneebesen verrühren, es dürfen sich hier keine Klümpchen bilden. Die restliche Milch mit der Zitronenschale und der Zimtstange bis kurz unter den Siedepunkt erhitzen. Dann die Milch-Mehl-Mischung langsam nach und nach einrühren und weiter erhitzen, bis die Creme etwas eindickt. Nun wird der Zuckersirup in ganz dünnem Strahl eingerührt, immer schön mit dem Schneebesen rühren, damit es keine Klumpen gibt. Ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Ein bisschen von dieser Creme mit den 4 Eigelben verrühren, so werden die Eigelbe schon etwas vorgewärmt und es gibt keinen Temperaturschock. Anschließend die Eigelbmischung zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Durch ein Sieb geben und so Zimtstange, Zitronenschale und - falls sie sich doch gebildet haben - ein paar Klümpchen entfernen.

Pastel-Förmchen (notfalls geht auch eine Muffinform) etwas buttern und kalt stellen.

Den Blätterteig rechteckig ca. 20 x 35 cm auswellen, mit etwas Wasser benetzen und von der langen Seite her eng aufrollen. Diese Rolle in 12-14 Schnecken à 2 cm Länge schneiden. Die Schnecken aufrecht (geschneckte Ansicht nach oben bzw. unten) in die Pastel- Förmchen stellen. Mit den Daumen den Blätterteig in die Form drücken, der Boden soll etwas dünner sein als der Rand, oben am besten ein leicht dickeren Wulst formen. Die Förmchen mit dem Blätterteig vor dem Füllen nochmal 10 Minuten kalt stellen.

Jetzt schonmal den Ofen vorheizen - so heiß wie es geht, mind. 250°C
- mindestens 20 Minuten vorheizen lassen!

Die Förmchen bis zu 3/4 Höhe mit der Creme befüllen und auf ein Backblech stellen. Die Pasteis etwa 10-12 Minuten backen, im Idealfall ist der Blätterteig wunderbar knusprig und die Füllung cremig mit schwarzen karamellisierten Stellen auf der Oberfläche. Jeder Ofen (und oft auch die Förmchen) ist/sind unterschiedlich, am besten man guckt zu und holt die Törtchen nach Optik aus dem Kühlschrank.
Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker und Zimtpulver bestreuen. Lauwarm genießen..

K: Am besten werden die Törtchen mit selbstgemachtem Blätterteig, gekaufter Teig wird oft nicht so knusprig. Wir haben gekaufteten (und leider keinen Butter-Blätterteig) verwendet und waren mit dem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden! Marc hat alles gemacht, Handhabung war gut, das Ergebnis waren knusprige Törtchen mit schöner Creme, nicht zu süß, Daumen hoch!
Das Rezept ergab bei uns eigentlich 13 Pasteis + Creme für zwei weitere. Wir hatten keine Förmche mehr, haben die restliche Creme in Silikon-Miniguglhupfformen gebacken und zu Erdbeeren gelöffelt.
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